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... irgendwann Ende 2006
Meine Eltern waren Schuld … !
Vaters altes Modellbahnzeug, welches schon damals aus einem Sammelsurium an Wagen, Loks, Gleisen und Häusern bestand, sollte mein Leben grundlegend verändern.
Heute kann ich sagen das die Auswahl zwischen Wechselstrom und Gleichstrom oder Spurgrößen in erster Linie durch die „Vererbung“ in der Familie stattfindet. So sollte mein Leben also mit Gleichstrom von Fleischmann H0 geprägt sein
– prima – es ging also 1974 zu meiner Einschulung damit los.
Ohne einen Gedanken an Gleichstrom oder Wechselstrom zu verschwenden baute ich was das Zeug hielt oder damals hergab. Kunterbunt die Bausätze und Waggons auf dem Fußboden – wer dachte da schon an patinieren?
Da in Kinderträumen schnell Phantasien und Fantastereien entstehen, wuchs der damalige Modellbahnbestand recht schnell an und Hunz und Kunz steuerte neues- oder gebrauchtes Zeug dazu, sodass der Fußboden bald nicht mehr reichte – lag ohnehin schon immer alles im Weg – wie meine Mutter meinte…
Eine Platte musste also her, damit dieser neue Spieltrieb kontrollierbar bleibt – na und damit das Kind beschäftigt ist.
Können sich Kinder heutzutage eigentlich noch kreativ oder allein beschäftigen ??
Die erste Platte mit 2m x 1m gab es dann gleich zu Weihnachten. Papa hatte aus Pappmaschee Berge darauf gebastelt und mit Plakafarben bepinselt – ja der Wille war schön, aber die Berge?!
Diese Platte wurde dann nach erloschener Euphorie nur noch um die Weihnachtszeit aufgestellt, neu gebaut und dann wenn es draußen warm wurde wieder eingepackt. das Ganze genau 12 Jahre bis in meine Berufsausbildung.
Heute weiß ich, das die Grundmaße einer solchen immer gleichgroßen Platte die Planung Jahr für Jahr immer mehr herausforderte – der Aufbau vom Vorjahr wurde immer um Längen überholt und verbessert. Die Industrie tat auch so einiges dazu. Die Plattenmaße wuchsen also kontinuierlich mit mir mit.
1986 baute ich dann mein „Prunkstück“ von 3,80m x 2,10m ab und tauschte mit einer eigenen Familie. Das ganze Zeug verpackte ich ordentlich in Kisten und verstaute es auf unserem beheizten Dachboden zuhause bei Papa.
Was ich nicht ahnen konnte, das ich das ganze Zeug 2006 wiederentdeckte und mich sofort infizierte.
Mittlerweile ist meine ganze Familie infiziert und sie geben mir volle Rückendeckung – wer träumt nicht davon, zumal das künstlerische Geschick meiner Frau nicht zu verachten ist. Na ja, die Kinder meinten gelegentlich schon mal dass wir „Langweilig“ seien. – Damit kann ich nach nunmehr 40 Jahren leben, wo die biologische Uhr doch tickt.
Na und immerhin ist es doch schön, wenn der Mann nicht ständig in der Weltgeschichte rumgondelt……
Feierabend Bier gibt es auch zuhause.
Danke also an meine Frau, die mich motiviert hat dieses Werk zu schaffen!
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