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zuletzt aktualisiert:
15.07.2010
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Herzlich willkommen auf
TRK-BERLIN
der Homepage für Rene's Eisenbahnplatte mit dem Thema
Straßenbahnen der Epoche 2
Hier die aktuellsten Bilder des Projekts. Alle Bilder und Kommentare sind unter Baubericht zusammengefasst.
Ein paar Impressionen vom ersten Modul der Adlerberg Allee:
Historischer Hintergrund des Projekts
Die Epoche 2 erstreckt sich über gut zweieinhalb Jahrzehnte, von 1920 bis
1948, dem Zeitpunkt der Gründung der DB. Hier bedient man sich deshalb
einer Untereinteilung; das ergibt meiner Meinung auch Sinn, denn viel haben
diese Zeiten aus Eisenbahnersicht nicht miteinander zu tun.
Die Epoche 2a ist gekennzeichnet durch das allmähliche Auftauchen der
ersten Einheitsdampflokomotiven, Reisezugwagen in Ganzstahlbauweise und
Güterwagen der Austauschbauart. Nichts sonderlich Dramatisches eigentlich,
eine harmonische Zeit; "die goldenen Zwanziger" eben.
Nationalsozialistische Verkehrspolitik und aufkommende Schweißtechnik
führten in den Dreißigern zu einem erheblichen Gesichtswandel der
Eisenbahn; stromlinienförmige Lokomotiven und Reisezugwagen,
schnellauffähige Güterwagen, Schnelltriebwagen etc., spektakuläre Vorbilder
also und eine deshalb recht beliebte Zeit, die Epoche 2b.
Bis alles in Scherben fiel. Die verbleibenden Jahre von 1939 bis 1948
nachzubauen traut sich kaum einer. Ob man das begrüßen oder bedauern soll,
lassen wir mal dahingestellt; ich habe mich dazu entschlossen, also dann:
Epoche 2c.
Typische Merkmale der Epoche 2 waren Einheitlich grüne Reise- und braune
Güterzüge, deutlicher Anstieg der Geschwindigkeiten, Fahrzeug- und
Zuglängen, erstmals Elektrotraktion im großen Stil, einheitliche
Bezeichnung auch der ex-Länderbahnfahrzeuge, Standardisierung. Die
Eisenbahn wird modern, und den Mief der tausend Jahre schweigen wir mal
lieber tot. Schwierig: darf das Hakenkreuz an die Lok? Die Epoche der
Gewissensnöte in Vorbild und Modell, auch ohne Panzerloks und
Eisenbahngeschütze.
Ein Grund mehr für mich diese mühseligen Diskussionen zu umgehen, indem der
Krieg auf meinem Modell einfach vorbei ist und das normale Leben wieder in
die Stadt einzieht. Ich habe mich für das Jahr 1948 entschieden, denn neben
den Kriegsschäden ist der Wiederaufbau deutlich zu erkennen, der Verkehr
ist weitgehend im vollen Gange und fragwürdige Zeichen stehen garnicht mehr
zur Diskussion, auch wenn das ein- oder andere Modell in der häuslichen
Schublade schlummert - meist aus Vollständigkeitsgründen einer Sammlung.
Das heißt, dass alles zwischen 1900 und 1948 zum Einsatz kommt, oder
besser: was nach dem Krieg noch brauchbar war und nicht zerstöhrt oder
demontiert wurde. Die Alliierten haben bei den Bombenangriffen auf Berlin
so ziemlich alle Bahnwege und einen grossen Teil des Fuhrparks der zu der
Zeit lief zerstört, bis auf die Uraltwagen und Züge, die aus Platzmangel
schon damals aus der Stadt gebracht wurden und somit nach dem Krieg noch
erhalten waren. Diese wurden somit reaktiviert und wieder verwendet.
Womit niemand gerechnet hatte: Die Strassenbahngleise waren in Berlin nur
um ca. 40 Prozent zerstöhrt, sodass einfach die Spurweiten der noch
vorhandenen Fahrzeuge geändert und umgebaut wurden und diese einfach
durch die Stadt mit etlichen Gütertransporten geschickt wurden. Ein
komisches Bild, wenn plötzlich nur Oldies und schwere Güterzüge durch die
Stadt fahren.
Weiter reizvoll ist das Thema "Trümmerbahn" denn die kleinen Feldbahnen
wurden auf dem Land einfach abgebaut und durch die schmalen Gleiskörper
(meist 60 cm) hat man sie sehr einfach verlegen können. Diese
provisorischen Bahnen hat man bis zu 10 Jahre und länger nach dem Krieg
zur Trümmerbeseitigung genutzt. Die Gleise konnten ganz einfach in den
Sand oder über die Stadtrümmer verlegt werden.
Dieses Thema mit den Kriegsschäden und dem neuen Aufschwung, die
Altlasten der Nazis und den kontrollierenden Alliierten soll mit dem
Projekt nachempfunden werden...
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